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…. und auch den Florian Keller vom Tages-Anzeiger lässt das geraffelt Herz nicht kalt. Er schreibt:

Mehr oder weniger herzhaft

Solothurn. – Rabiater Organhandel an den Filmtagen: Auf einem Küchentisch wird ein Stück Fleisch geraspelt. Nicht irgendeines, sondern ein Herz. Eine fleissige Hand treibt das Organ unermüdlich über ein Reibeisen, dazu hören wir das widerwärtige Geraspel und Geflutsche der bizarren Prozedur. Nach 30 Sekunden ist der Spuk vorbei.

Was wir da gesehen haben, ist Nathalie Oestreichers «C’ur Sensible», Siegerfilm des dritten Wettbewerbs der Internetplattform Agent-Provocateur. Gefragt waren Kürzestfilme zum Thema «Angst», die besten wurden am Mittwoch in Solothurn geehrt. Und das Bild dieses geraspelten Herzens wird man so schnell nicht los. Organischer Horror, ganz banal in der Küche: Könnte auch ein Kurzfilm von David Cronenberg sein, im Massstab von Swiss Miniature.”

coeursensible

(deutscher Text weiter unten)

La plateforme de courts-métrages agent-provocateur.ch a réalisée pour la troisième fois un concours vidéo pour la Suisse entière – cette fois-ci sur le sujet de la peur. Les gagnants (somme totale des prix CHF 15′000.-) ont été annoncés le 23.01.2008 aux Journées de Soleure.

Sur presque 200 films obtenus, le Jury a choisi 5 lauréats:

1er prix (CHF 5000.-):
Natalie Oestreicher (*1974, Lucerne), „Coeur sensible“

2ème prix (CHF 2500.-):
Fabio Friedli (*1986): „Vergessen“,
Christoph Goetschi (*1976) und Giancarlo Moos (*1972):„Ohne Titel“
Gerda Steiner (*1967) et Jörg Lenzlinger (*1964): „Im Hinterland“
Marc Duseiller (*1975) et Philipp H. (*1975) für „Haseznacht“

‚Coeur sensible’, le film gagnant, montre un vrai coeur entrain d’être râpé sur une nappe. L’idée très forte et la réalisation sans concession font de ‚Coeur sensible’ une provocation pour les yeux avec un impact en profondeur. Les autres contributions se consacrent à la peur d’oublier l’essentiel, à la peur paralysante de l’échec social, au rapport non sans ambiguités entre chien et maître, et et à un lapin qui a laissé la peur derrière lui. Les films sont concis et incitent à la réflexion. Une séléction de films sera à voir sur le site et prochainement dans différentes salles de cinéma suisses.

Le jury était composé de Plinio Bachmann, responsable de projet agent-provocateur.ch, Yasmin Basic, responsable programmation Cinéma Tout Ecran Genève, Simon Koenig, Responsable du ressort courts-métrages Swissfilms, Daniel Meili, psychiatre et artiste, Lorenz Spinas, copropriétaire de l’agence de publicité Spinas/Gemperle et Anita Wasser, productrice, C-Films.
(deutsche Version)
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agent-provocateur.ch hat zum dritten Mal einen Video-Wettbewerb für die ganze Schweiz durchgeführt – diesmal zum Thema Angst. Die Gewinner der insgesamt 15000 Franken wurden am 23.01.2008 bei den Solothurner Filmtagen bekannt gegeben. Es sind:

1. Preis von Fr. 5000.-:
Nathalie Oestreicher (*1974), mit ihrem makabren Beitrag „Coeur sensible“

2. Preis, je 2500.-:
Fabio Friedli (*1986) für „Vergessen“
Christoph Goetschi (*1976) und Giancarlos Moos, (*1972) für „Ohne Titel“
Gerda Steiner (*1967) und Jörg Lenzlinger (*1964) für „Im Hinterland“.
Marc Duseiller (*1975) und Philipp H. (*1975) für „Haseznacht“

Es sind fünf 30-sekündige Filme, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Angst beschäftigen: Der Siegerfilm zeigt ein echtes Herz, das auf einer Raffel langsam zerrieben wird. Die starke Idee und ihre kompromisslose Umsetzung machen „Coeur Sensible“ zu einer Provokation fürs Auge mit Tiefenwirkung. In den anderen Beiträgen geht es um die panische Angst, das Wesentliche zu vergessen, die lähmende Angst vor gesellschaftlichem Scheitern, das nicht ganz unproblematische Verhältnis zwischen Herr und Hund und um einen Hasen, der die Angst schon hinter sich hat. Die Filme sind kurz, prägnant und provozieren zum Nachdenken. Insgesamt wurden fast 2oo Filme eingesandt. Eine Auwahl der 25 besten Filme werden in den kommenden Tagen auf der Website aufgeschaltet und werden auch in verschiedenen Schweizer Kinos als Vorlfilme zu sehen sein. Die Jury bestand aus Plinio Bachmann, Projektleiter von agent-provocateur.ch, Yasmin Basic, Programmchefin bei Cinéma Tout Ecran in Genf, Simon Koenig, Verantwortlicher Ressort Kurzfilm bei Swissfilms, Daniel Meili, Psychiater und Künstler, Lorenz Spinas, Mitinhaber der Werbeagentur Spinas/Gemperle und Anita Wasser, Produzentin bei C-Films.

In einem Bericht über die Kurzfilmtage Winterthur berichtet Arte ausführlich über agent-provocateur.ch und führt mit Martin Heller ein Interview. Die Aufzeichnung ist hier zu sehen.

Am Mittwoch, 3.10.07, berichtete die Sendung Kulturplatz des Schweizer Fernsehens SF1 über agent-provocateur.ch. Das Portrait zum Projekt und den Köpfen, die dahinter stehen kann nachträglich unter diesem Link angeschaut werden.

Die Sendung “Kulturplatz” von SF1 berichtet ausführlich über die Aktion “salat”. Die Aufzeichnung können sie hier sehen.

soundbomb

SALAT ist eine Aktion des Künstlers Johannes Gees im Auftrag von agent-provocateur.ch. Nach einem ersten Tryout anlässlich der Premiere des Welttheaters in Einsiedeln wurde sie am Dienstag, 10.7.07, um 13.35 in Bern, später in Zürich und St. Gallen ausgelöst: Umgebaute, mit Batterie, MP3-Player und Timer bestückte Megaphone waren in Kisten gepackt und heimlich auf Kirchtürmen platziert worden. Zu regelmässigen Zeiten schallte daraufhin das Gebet des Muezzins gut vernehmlich durch diese Schweizer Innenstädte.

SALAT: Das Making Of: video
SALAT an der Premiere des Welttheaters in Einsiedeln: video
SALAT in Bern: video video 2
SALAT in Zurich: video
SALAT am Alpstein: video
SALAT in St. Gallen: video
Das „Bekennerschreiben“, das der Salatbox beigelegt war: text als pdf
SALAT im 20min: Artikel 1 / Artikel 2
SALAT auf Radio24: MP3
SALAT in der Sendung Kulturplatz (SF1): RealVideo oder Quicktime
SALAT auf youtube: videos

Johannes Gees für agent-provocateur.ch

Das Tessiner Fernsehen bericht über die “mobile movies” von agent-provocateur.ch. die Aufzeichnung ist hier zu sehen.