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Liebe Freunde von agent-provocateur.ch

((La version française se trouve à la fin de la newsletter))

Im Kino
Folgende Wettberwerbsfilme sind seit letzter Woche und in Zukunft im Riffraff/Zürich und im Bourbaki/Luzern am Ende des Werbeblocks zu sehen:

14.2. bis 12.3.

RR 1&2 / BB 1&4
ap 225 Nathalie Oestreicher: Coeur Sensible

RR 3&4 / BB 2&3
ap 224 Fabio Friedli: Vergessen

13.3. bis 9.4.
RR 1&2 / BB 1&4
ap 221 Gerda Steiner/Jürg Lenzlinger: Im Hinterland

RR 3&4 / BB 2&3
ap 238 Béla Batthyany / Sibilla Semadeni. Buh!

10.4. bis 7.5.
RR 1&2 / BB 1&4
ap 227 Tashi Brauen: Die hohle Hand

RR 3&4 / BB 2&3
ap230 Barbara Kulcsar: Endabrechnung

8.5. bis 4.6.
RR 1&2 / BB 1&4
ap 234 Stefanie Christ: Lebrun no9

RR 3&4 / BB 2&3
ap 235 Jonas und Lea Meyer: Affentulo

Coeur Sensible und Im Hinterland sind ausserdem im zinema in Lausanne (www.zinema.ch) zu sehen.
Reaktionen auf die Siegerfilme

Auf unserer Homepage findet eine rege Diskussion um die Siegerfilme des Wettbewerbs zum Thema Angst statt. Die Filme lassen nicht gleichgültig – und das freut uns sehr. Ausserdem: Die Redaktion von agent-provocateur.ch kommentiert die Auswahl der Jury.
Agent-provocateur.ch in Bern

Am 4. März wird im Käfigturm in Bern (Bärenplatz) die Ausstellung “Schweizerfilm” eröffnet.
Dort sind unter anderem auch agent-provocateur.ch-Filme zu sehen.

Infos zur Ausstellung findet Ihr hier.

((Version française))

Chers amis d’agent-provocateur.ch

Au cinéma

Les films suivants seront montrés dans les salles Riffraff/ Zurich et Bourbaki Luzern:

14.2. bis 12.3.
RR 1&2 / BB 1&4
ap 225 Nathalie Oestreicher: Coeur Sensible

RR 3&4 / BB 2&3
ap 224 Fabio Friedli: Vergessen

13.3. bis 9.4.
RR 1&2 / BB 1&4
ap 221 Gerda Steiner/Jürg Lenzlinger: Im Hinterland

RR 3&4 / BB 2&3
ap 238 Béla Batthyany / Sibilla Semadeni. Buh!

10.4. bis 7.5.
RR 1&2 / BB 1&4
ap 227 Tashi Brauen: Die hohle Hand

RR 3&4 / BB 2&3
ap230 Barbara Kulcsar: Endabrechnung

8.5. bis 4.6.
RR 1&2 / BB 1&4
ap 234 Stefanie Christ: Lebrun no9

RR 3&4 / BB 2&3
ap 235 Jonas und Lea Meyer: Affentulo

De plus, „Coeur Sensible“ et „Im Hinterland“ sont programmés au zinema, salle 1, à Lausanne

De nombreuses réactions aux films gagnants du concours
Une discussion animée autour des films gagnants de notre concours (à titre de rappel: le sujet en était „la peur“) a actuellement lieu sur notre site. Nous sous en réjouissons! De plus: la rédaction agent-provocateur.ch commentente à son tour le choix du jury. A lire (en allemand) ici:

Agent-provocateur.ch à Berne
Le 4 mars prochain, inauguration au Käfigturm à Berne (Bärenplatz) de l’exposition “Cinema Suisse”. On y verra entre autre une sélection de films agent-provocateur.ch.

Cliquez ici pour plus d’informations.

jury2008

Coeur sensible

Der Film „Coeur sensible“ von Nathalie Oestreicher lässt sich nur erleben. Ein Herz wird geraffelt: etwas, das sich, auch von der Materialität her, dem Raffeln widersetzt. Und das tut richtig weh. Macht der Film Angst? Nein, aber er findet für ein existenzielles Grundgefühl eine radikale Metapher. Das Bild ist in seiner Brutalität und Eigensinnigkeit sofort und intuitiv erfahrbar. Angst kann hier als permanente Aufreibung am eigenen Da-Sein verstanden werden. Dass es die typisch schweizerische Bircherraffel ist, kann als zusätzliche Pointe gesehen werden. Gleichzeitig lässt sich dieses Bild nicht auf eine Bedeutung reduzieren, und genau das macht den Film spannend. Der Zuschauer wird mit diesem Film konfrontiert und seine je individuelle Lesart ist gefragt. Zum Film

Vergessen

Der Film beschäftigt sich in dreissig Sekunden mit der Ewigkeit. Was muss um jeden Preis behalten werden, was darf ins schwarze Loch des Vergessens? Am Ende bleibt die Angst, das Vergessen zu vergessen. Oder: wie man Verdrängen im Umkehrschluss visualisieren kann. Zum Film

Im Hinterland

Auf den ersten Blick entwirft dieser Film ein Vorgartenidyll mit Hundekunststück, ästhetisch angelehnt an Youtube-Dutzendware. Die vermeintliche Harmlosigkeit hat es aber in sich: Wieso stellt sich der Hund tot? Was bedeutet das Spiel dann, wenn es Ernst gilt? Entpuppt sich der Vorgarten letztendlich nicht als Trainingsplatz für eine Angstgesellschaft, die sich im Zweifelsfall tot stellt? Zum Film

Haseznacht

Der Film spielt mit den Elementen des Horrorfilms: Dieser Hase kann einen das Fürchten lehren. Dass er sich am Schluss ganz lieb selbst zu Grabe trägt, zeugt von einer seltsam anmutenden Versöhung mit der erlebten Angst. Oder ist es ein Zombie, der noch über den eigenen Tod hinaus gegeisselt wird? Zum Film

Ohne Titel

Ein Leben im Zeitraffer. Unausweichlich, bis zum Tod, mit überraschenden Bildern und rasantem Text – und immer getragen von der Panik, den gesellschaftlichen Zwängen und Idealbildern nicht gerecht zu werden. Wenn das alles sein soll, was von Leben übrig bleibt, kann einem das wahrlich Angst einjagen. Zum Film

Plinio Bachmann u. Gesa Schneider für agent-provocateur.ch